Sonntag, 20. Juli 2008
Tschuldigung für die Verspätung
Zu erzählen gäbe es eigentlich sehr viel: über meine Hostfamily, Parties, Ausflüge und sonst noch viele crazy Sachen. Aber eben... time's running
Ab Anfang August ist meine Freundin dann wieder in Deutschland, dann kann ich hoffentlich ein bisschen aufholen mit bloggen.
Viel Spass in CH oder wo auch immer!
Mittwoch, 2. Juli 2008
quick quick quick...
- more girls than boys
- about 10 Swiss
- lots of Spanish guys
- super friendly people (students, especially stuff)
What's about Toronto:
- very interesting concerning architecture and culture
- the subway is way better then the one in Moscow
- the people are much more friendly, not so grouchy as in Moscow - even if you're the stupiest tourist and know nothing at all and have to get explained everything 10 times.
- it's (unfortunately) quite American: they're scared of the 3-cm-gap in the Subway (MIND THE GAP!!!), everything is prohibited (cellphones in school; if you come more then 5 min to late to school, you'll have to go home, etc....)
- alcohol is expensive and hard to get (only in special stores). No drinking outside of bars with licence (not on the street) - gets me hitting the ceiling!!
- expensive public transport
- cool host family though...
Ok, I really have to rush now...
Samstag, 28. Juni 2008
Welcome to Toronto!!
Due to interests of foreigners from not-German-speaking countries, I’ll write the next few posts in English – its good practice for you and me anyway.
So, here we are, at home with the two gay host fathers. But let me start from the beginning: The Flight.
I’m not sure if it was the worst place I ever sat in a plane before – but it’s for sure quite near to it. I found my seat right in between an old, stinky (she literally was STINKING), grouchy grandma from India (that besides wasn’t really a nerd in English – and forget the other languages!) AND a little, stinky, very loud baby pack (that included two twins: one hitting, the other crying, until they swapped roles) …which by the way assured my motivation to take condoms till I’m 50 – and hope that it’s too late by then anyway.
Thanks god, the agony past relatively fast (9 goddamn hours – and another 30 minutes delay extra, cause it was sooo amusing!)
Well, and now I’m living in a little house (4 meters wide, 2 floors) with a Mexican guy (who’s really bad in English) and Tony (44), the cool gay event planner – and tomorrow’s gay pride, what a timing!
Freitag, 20. Juni 2008
Zurück in CH
Wieso Moskau für 2 Jahre zum leben ok ist, wenn man noch Jung ist und Kohle verdienen will (und ein Mann ist!!):
- gute Parties, aber wegen der Heimreise, jedes mal mit Taxi, relativ teuer.
- mit locker 100 Sachen durch die City rasen, auf Töff ohne Helm, macht einfach Spass
- alle 100 Meter in der Stadt hats eine Bude mit Bier, Snacks, Ziggis. ca. 20% teurer als im Laden, aber immernoch billig
- hübsche Mädchen, und vorallem in Qualität und Quantität wenig ernstzunehmende Konkurenz für uns Schweizer Männer: ich weiss nicht wieso, aber man sieht viel mehr Frauen als Männer in unserem Alter auf der Strasse, in den Pärken, am shoppen und flanieren im Stadtzentrum. Die Jungs haben erstens kein Stil und zweitens sehen sie auch so schlecht aus (Quelle: Kolleginnen vom Institut)
- relativ sichere Stadt: Moskau ist kaum gefährlicher als Berlin, London oder Paris - solang man europäisch aussieht. Die Einwanderer aus Zentralasien sind so anders (und manchmal eben auch schlecht) im Auftreten, Benehmen und vom kulturellen Hintergrund her, dass sich Fremdenhass geschürt hat. Und der geht jetzt halt gegen alles was leicht Schlitzaugen hat.
ABER:
- mühsamer Alltag mit Schaus auf der Strasse, Dreck und höllischem Lärm in der Metro
- teurer Lebensunterhalt (die Pesto die man bei uns im Coop kaufen kann kostet dort fast 10 Fr.!)
- Korruption und unsicheres Recht: Die Polizeigewalt liegt in den Händen von 18 Jährigen Milizen. Eine klare Trennung zwischen Polizei und Militär gibt es nicht, deshalb heissen einfach alle Milizen. Diese Jungs scheinen gerade im Militär zu sein, haben aber fast die polizeiliche Gewalt eines Schweizer Polizisten. Dass so Rechtssicherheit schon rein theoretisch nicht existieren kann, weiss sicher auch ein Putin... Bsp.: im Ausgang auf der Strasse wollte ein besoffener Miliz 50 Rubel von mir - einfach so mal.
So, das wars mal.
Das nächste mal berichte ich warscheinlich erst in einer Woche, wenn ich dann bei Tony und Gustavo in Toronto angekommen bin. Cheers!
Dienstag, 10. Juni 2008
Bania und Ausgehen
Die Bania ist eine russische Sauna, ein bisschen feuchter als die Finnische und mit Kraeutern durchsetzt. Aber sie ist vorallem eines: ein Ur-russisches Erlebnis. Ich fass mich kurz:
- die eigentliche Sauna ist fast ein kleiner Saal. Alle sitzen zu oberst auf der Stufe.
- mit gebuendelten Zweigen wird der Koerper leicht geschlagen oder gestreift.
- Schlarpen und vorallem eine Saunakappe sind ein Muss.
- Hier taut endlich das russische Herz auf: Wir wurden spontan von Russen angesprochen, und einer machte uns sogar eine Zweig-'Massage' und sorgte immer dafuer, das uns ja nicht langweilig wurde. (Zuerst dachten wir dass es ein Angestellter war)
- natuerlich ist alles ein bisschen alt und benuetzt.
- natuerlich wird Alkohol konsumiert: ein einer Art Cafe kann man sich (immernoch nackt) erholen
- und es ist nur fuer Maenner
Auf jeden Fall eine super Sache, bei der man definitiv der einzige Tourist ist, und trotzdem nicht boese angemurrt wird. Aber leider war es auch ziemlich teuer...
Ich sollte auch noch was uebers Ausgehen erzaehlen:
- die Frauen tanzen scheisse, die Maenner koennens sowieso nicht.
- fuer 25 Fr. sind wir in einen Club fuer die reiche Moskauer Jugend rein, was ich einen ziemlich fairen Preis finde fuer eine absolut abgefahrene und voll alternative Indie-Techno-Party: mit Pelz, Gold, Allstars, Lack, Baggy-pants... und das restliche Sortiment auf dem anderen Bein verteilt - aber absolut geschmackvoll.
Die richtig Reichen in Moskau wollen aber noch erklusiver sein. Deshalb gibts Clubs ohne Anschrift, in irgend einem dunklen Hinterhof, nur mit einer eisernen Tuere mit Kartenleser als Eingang. Dort steckt man dann seine Membercard rein. Drinnen gibts null Werbung, dafuer ist sonst alles vom Feinsten, ein Long Island normal 1,5 Liter dick, und im Keller gibts einen Darkroom.
- und ja, mein momentaner Alkoholkonsum ist dank der Motivation meines Oessi-Friends mindestens auf Russlandniveau: 3 Flaschen Vodka und verdammt viel Bier, und das seit Montag.
Und wieder 10 Tage spaeter
Inzwischen trudeln die ersten Informationen aus Toronto ein.
Ich hab schon gedacht das Toronto stink langweilig werden koennte nach Moskau, aber meine Gastfamilie verspricht 'Besserung': Ich werde naemlich bei einem Mann und seinem Partner leben... no further comments...
Samstag, 31. Mai 2008
10 Tage spaeter

Hui, die Woche ist aber schnell vergangen! Ich war die ganze Zeit unterwegs und konnte nicht ins Internet, deshalb gibt’s dieses mal ein paar Fotos mehr…
Über Lebensmittel:
Anleitung zum Müesli essen.
Die Verpackung der Milch ist ja schon lustig, das Ablaufdatum hat’s aber in sich: 18.21.05 (getrunken hab ich sie trotzdem)
Ich wollte ich noch ein Bild vom Heisswasser in unserer Обшежитие (Unterkunft) zeigen: es fast so weiss und trüb wie Milch. Leider bin ich zu faul.
Über Häuser:
An diesem Gebäude ist es besonders auffällig. Zwischen anderen Häusern hängen die Kommunikationskabel (ich hoffe es sind keine Stromkabel!) über noch viel grössere Distanzen, von einem Dach zum anderen. Auch andere Häuser wurden für den Bau zugedeckt, aber so was hab ich echt noch nie gesehen.
Und zu guter Letzt: Terrorabwehr
Diese zylinderförmigen Behälter stehen in jeder Metrostation. Mein Grossvater erklärte mir den Sinn: Wenn man einen mysteriösen Gegenstand, der möglicherweise eine Bombe beinhalten könnte, in der Station liegen sehe, müsste man in schnellstmöglich hierher entsorgen, und zwar: 6-Kantschlüssel holen, die 24 Schrauben lösen, Gegenstand rein, 24 Schrauben schliessen, beten. (Naja, er ist halb Jude, deshalb glaub ich ihm nicht ganz. Aber wofür sind sie Container dann?)
ok ok ok, das waren wieder mal die „schlechten“ Seiten Moskaus. Seit mein Blog aber anscheinend auch von den Müttern meiner Freunde gelesen wird, muss ich mich hier einer neutraleren Berichterstattung angewöhnen. Deshalb jetzt mal was Positives. Ich wollte es eher zum Schluss meiner Reise als Fazit bekannt geben, aber anscheinend ist das hier vermittelte Bild Moskaus schlimmer als das eines Drittweltlandes.
Hier also, wieso Moskau manchmal einfach GEIL ist:
Das Beste an der ganzen Sache ist, dass man sich geben und anziehen kann, (fast) wie man will. Das Wichtigste ist, möglichst schnell als Westeuropäer erkannt zu werden. Deshalb gehe ich demonstrativ mit Brille in die Disco, rede noch gebrochener Russisch als ich es sowieso schon tue und schreie auf Deutsch zu meinem Freund rüber – das macht Spass!
Leider fährt die U-Bahn nur bis 1 Uhr, deshalb hält man nach Disco um 5 Uhr ein wildfremdes Auto auf der Strasse an (20 Sekunden den Daumen strecken, und es halten 3 Fahrzeuge) und einigt sich über einen (sehr billigen) Preis.
- Sommer: es ist um 23 Uhr noch hell, und um halb 5 leider schon wieder.
- Verkehr:
Die Strassen in der Stadt sind, wenn nicht verstopft, eine Autobahn: 100 km/h sind normal, man kann auch mehr. Anstrengend wird’s bei den Rotlichtern: Stellt euch mal vor, es hätte bei uns Ampeln auf der Autobahn!
Töff fahren kann man hier anscheinend ohne Helm. …wobei Töff fahren alleine hier schon lebensgefährlich ist.
- Alkohol:
Alkoholkonsum ist zu jeder Tageszeit akzeptiert. Sonntag nachmittags um 2 sitzen Pärchen in den Gärten und trinken ein Bier (die Frauen trinken hier auch).
Ausserdem die Alkoholabteilung der Lebensmittelgeschäfte, die immer ungefähr ein Viertel des Ladens einnimmt. Hier ein Beispiel: (die Regale auf den Fotos sind immer bin zum Ende mit Alkohol gefuellt)
So, das waren mal ein paar positive Punkte. Ausserdem hab ich noch Daniela, was auch ganz positiv ist.
Bis zum nächten Mal!