
Hui, die Woche ist aber schnell vergangen! Ich war die ganze Zeit unterwegs und konnte nicht ins Internet, deshalb gibt’s dieses mal ein paar Fotos mehr…
Über Lebensmittel:
Anleitung zum Müesli essen.
Die Verpackung der Milch ist ja schon lustig, das Ablaufdatum hat’s aber in sich: 18.21.05 (getrunken hab ich sie trotzdem)
Ich wollte ich noch ein Bild vom Heisswasser in unserer Обшежитие (Unterkunft) zeigen: es fast so weiss und trüb wie Milch. Leider bin ich zu faul.
Über Häuser:
An diesem Gebäude ist es besonders auffällig. Zwischen anderen Häusern hängen die Kommunikationskabel (ich hoffe es sind keine Stromkabel!) über noch viel grössere Distanzen, von einem Dach zum anderen. Auch andere Häuser wurden für den Bau zugedeckt, aber so was hab ich echt noch nie gesehen.
Und zu guter Letzt: Terrorabwehr
Diese zylinderförmigen Behälter stehen in jeder Metrostation. Mein Grossvater erklärte mir den Sinn: Wenn man einen mysteriösen Gegenstand, der möglicherweise eine Bombe beinhalten könnte, in der Station liegen sehe, müsste man in schnellstmöglich hierher entsorgen, und zwar: 6-Kantschlüssel holen, die 24 Schrauben lösen, Gegenstand rein, 24 Schrauben schliessen, beten. (Naja, er ist halb Jude, deshalb glaub ich ihm nicht ganz. Aber wofür sind sie Container dann?)
ok ok ok, das waren wieder mal die „schlechten“ Seiten Moskaus. Seit mein Blog aber anscheinend auch von den Müttern meiner Freunde gelesen wird, muss ich mich hier einer neutraleren Berichterstattung angewöhnen. Deshalb jetzt mal was Positives. Ich wollte es eher zum Schluss meiner Reise als Fazit bekannt geben, aber anscheinend ist das hier vermittelte Bild Moskaus schlimmer als das eines Drittweltlandes.
Hier also, wieso Moskau manchmal einfach GEIL ist:
Das Beste an der ganzen Sache ist, dass man sich geben und anziehen kann, (fast) wie man will. Das Wichtigste ist, möglichst schnell als Westeuropäer erkannt zu werden. Deshalb gehe ich demonstrativ mit Brille in die Disco, rede noch gebrochener Russisch als ich es sowieso schon tue und schreie auf Deutsch zu meinem Freund rüber – das macht Spass!
Leider fährt die U-Bahn nur bis 1 Uhr, deshalb hält man nach Disco um 5 Uhr ein wildfremdes Auto auf der Strasse an (20 Sekunden den Daumen strecken, und es halten 3 Fahrzeuge) und einigt sich über einen (sehr billigen) Preis.
- Sommer: es ist um 23 Uhr noch hell, und um halb 5 leider schon wieder.
- Verkehr:
Die Strassen in der Stadt sind, wenn nicht verstopft, eine Autobahn: 100 km/h sind normal, man kann auch mehr. Anstrengend wird’s bei den Rotlichtern: Stellt euch mal vor, es hätte bei uns Ampeln auf der Autobahn!
Töff fahren kann man hier anscheinend ohne Helm. …wobei Töff fahren alleine hier schon lebensgefährlich ist.
- Alkohol:
Alkoholkonsum ist zu jeder Tageszeit akzeptiert. Sonntag nachmittags um 2 sitzen Pärchen in den Gärten und trinken ein Bier (die Frauen trinken hier auch).
Ausserdem die Alkoholabteilung der Lebensmittelgeschäfte, die immer ungefähr ein Viertel des Ladens einnimmt. Hier ein Beispiel: (die Regale auf den Fotos sind immer bin zum Ende mit Alkohol gefuellt)
So, das waren mal ein paar positive Punkte. Ausserdem hab ich noch Daniela, was auch ganz positiv ist.
Bis zum nächten Mal!




