Samstag, 28. Juni 2008

Welcome to Toronto!!

Due to interests of foreigners from not-German-speaking countries, I’ll write the next few posts in English – its good practice for you and me anyway.

So, here we are, at home with the two gay host fathers. But let me start from the beginning: The Flight.

I’m not sure if it was the worst place I ever sat in a plane before – but it’s for sure quite near to it. I found my seat right in between an old, stinky (she literally was STINKING), grouchy grandma from India (that besides wasn’t really a nerd in English – and forget the other languages!) AND a little, stinky, very loud baby pack (that included two twins: one hitting, the other crying, until they swapped roles) …which by the way assured my motivation to take condoms till I’m 50 – and hope that it’s too late by then anyway.

Thanks god, the agony past relatively fast (9 goddamn hours – and another 30 minutes delay extra, cause it was sooo amusing!)

Well, and now I’m living in a little house (4 meters wide, 2 floors) with a Mexican guy (who’s really bad in English) and Tony (44), the cool gay event planner – and tomorrow’s gay pride, what a timing!

Freitag, 20. Juni 2008

Zurück in CH

Ich wollte noch in Russland meinen letzten Blogg über Moskau schreiben, aber ja - immer viel zu tun gehabt. Mittlerweile bin ich schon seit gestern in Chur zurück. Es ist aber immernoch ein abschliessendes Fazit über Moskau nötig.

Wieso Moskau für 2 Jahre zum leben ok ist, wenn man noch Jung ist und Kohle verdienen will (und ein Mann ist!!):
- gute Parties, aber wegen der Heimreise, jedes mal mit Taxi, relativ teuer.
- mit locker 100 Sachen durch die City rasen, auf Töff ohne Helm, macht einfach Spass
- alle 100 Meter in der Stadt hats eine Bude mit Bier, Snacks, Ziggis. ca. 20% teurer als im Laden, aber immernoch billig
- hübsche Mädchen, und vorallem in Qualität und Quantität wenig ernstzunehmende Konkurenz für uns Schweizer Männer: ich weiss nicht wieso, aber man sieht viel mehr Frauen als Männer in unserem Alter auf der Strasse, in den Pärken, am shoppen und flanieren im Stadtzentrum. Die Jungs haben erstens kein Stil und zweitens sehen sie auch so schlecht aus (Quelle: Kolleginnen vom Institut)
- relativ sichere Stadt: Moskau ist kaum gefährlicher als Berlin, London oder Paris - solang man europäisch aussieht. Die Einwanderer aus Zentralasien sind so anders (und manchmal eben auch schlecht) im Auftreten, Benehmen und vom kulturellen Hintergrund her, dass sich Fremdenhass geschürt hat. Und der geht jetzt halt gegen alles was leicht Schlitzaugen hat.
ABER:
- mühsamer Alltag mit Schaus auf der Strasse, Dreck und höllischem Lärm in der Metro
- teurer Lebensunterhalt (die Pesto die man bei uns im Coop kaufen kann kostet dort fast 10 Fr.!)
- Korruption und unsicheres Recht: Die Polizeigewalt liegt in den Händen von 18 Jährigen Milizen. Eine klare Trennung zwischen Polizei und Militär gibt es nicht, deshalb heissen einfach alle Milizen. Diese Jungs scheinen gerade im Militär zu sein, haben aber fast die polizeiliche Gewalt eines Schweizer Polizisten. Dass so Rechtssicherheit schon rein theoretisch nicht existieren kann, weiss sicher auch ein Putin... Bsp.: im Ausgang auf der Strasse wollte ein besoffener Miliz 50 Rubel von mir - einfach so mal.

So, das wars mal.
Das nächste mal berichte ich warscheinlich erst in einer Woche, wenn ich dann bei Tony und Gustavo in Toronto angekommen bin. Cheers!


Dienstag, 10. Juni 2008

Bania und Ausgehen

Gestern waren mein oesterreichischer Kumpel und ich in der Bania. Es war suuuuper.

Die Bania ist eine russische Sauna, ein bisschen feuchter als die Finnische und mit Kraeutern durchsetzt. Aber sie ist vorallem eines: ein Ur-russisches Erlebnis. Ich fass mich kurz:
- die eigentliche Sauna ist fast ein kleiner Saal. Alle sitzen zu oberst auf der Stufe.
- mit gebuendelten Zweigen wird der Koerper leicht geschlagen oder gestreift.
- Schlarpen und vorallem eine Saunakappe sind ein Muss.
- Hier taut endlich das russische Herz auf: Wir wurden spontan von Russen angesprochen, und einer machte uns sogar eine Zweig-'Massage' und sorgte immer dafuer, das uns ja nicht langweilig wurde. (Zuerst dachten wir dass es ein Angestellter war)
- natuerlich ist alles ein bisschen alt und benuetzt.
- natuerlich wird Alkohol konsumiert: ein einer Art Cafe kann man sich (immernoch nackt) erholen
- und es ist nur fuer Maenner
Auf jeden Fall eine super Sache, bei der man definitiv der einzige Tourist ist, und trotzdem nicht boese angemurrt wird. Aber leider war es auch ziemlich teuer...

Ich sollte auch noch was uebers Ausgehen erzaehlen:
- die Frauen tanzen scheisse, die Maenner koennens sowieso nicht.
- fuer 25 Fr. sind wir in einen Club fuer die reiche Moskauer Jugend rein, was ich einen ziemlich fairen Preis finde fuer eine absolut abgefahrene und voll alternative Indie-Techno-Party: mit Pelz, Gold, Allstars, Lack, Baggy-pants... und das restliche Sortiment auf dem anderen Bein verteilt - aber absolut geschmackvoll.
Die richtig Reichen in Moskau wollen aber noch erklusiver sein. Deshalb gibts Clubs ohne Anschrift, in irgend einem dunklen Hinterhof, nur mit einer eisernen Tuere mit Kartenleser als Eingang. Dort steckt man dann seine Membercard rein. Drinnen gibts null Werbung, dafuer ist sonst alles vom Feinsten, ein Long Island normal 1,5 Liter dick, und im Keller gibts einen Darkroom.
- und ja, mein momentaner Alkoholkonsum ist dank der Motivation meines Oessi-Friends mindestens auf Russlandniveau: 3 Flaschen Vodka und verdammt viel Bier, und das seit Montag.

Und wieder 10 Tage spaeter

Wie gesagt, ich moechte nicht bloed herumlabern. Und weil es nichts ulta-krasses und trotzdem genug Anstaendiges zu erzaehlen gibt, lass ich euch in Frieden mit Moskau - und verweise auf mein Albumlink zum Picasa-Webalbum. Dort hat es jetzt leider noch ziemlich viel doppelte und unnoetige Bilder, aber ich wollte mich beeilen. Vielleicht wird es besser.

Inzwischen trudeln die ersten Informationen aus Toronto ein.
Ich hab schon gedacht das Toronto stink langweilig werden koennte nach Moskau, aber meine Gastfamilie verspricht 'Besserung': Ich werde naemlich bei einem Mann und seinem Partner leben... no further comments...