Hey Gaspadini!
Sorry Jungs, aber mit Frauengeschichten muss ich mich wohl in nächster Zeit ein wenig zurückhalten. Seit Sonntag hab ich nämlich eine Freundin. (Ich fand, dass 7 Tage als Single in Moskau genug sind. Ausserdem wurde es 25 Grad warm)
Kurze Zusammenfassung: Sie ist aus Brasilien, seit 2 Jahren in Moskau, spricht Englisch mit portugiesischem Akzent, ca 170 cm, wird im Oktober 23, hat verdammt lange Haare, hört am liebsten Iron Maiden, lernt ebenfalls Russisch am Institut, verspätet sich min. 1 Stunde, küsst wie man es halt in Brasilien macht und sieht gut aus (ich hab ein Foto zum Beweis für euch reingestellt)

Hier ein paar andere Fotos:

Universitätsgebäude in Russland. Wär doch ein Vorbild für die Kanti? - nein, von nahem siehst nicht mehr so gut aus.
Russland war und ist ein Militärstaat geblieben. Überall wird man wieder mit kleinen Details daran erinnert – wie zum Beispiel diesem alten Herrn, der zum Tanzen neben dem Rotem Platz seine alten Orden trägt.
Die Polizisten werden in Russland übrigens wie auch die Soldaten „Milizen“ genannt.
Apropos Militär: Hier noch ein Foto für die (Ex-)Militaristis unter uns. Vielleicht krieg ich noch ein besseres Foto hin. Unterm „TAZ“ trugen diese hier ein blau-weiss gestreiftes Matrosenshirt (was total lächerlich ausgesehen hat=) ) Die Stiefel kann man nicht mal binden!

Hier noch das Brandnotblatt von meiner Zimmertüre (12. Etage von 14). Es bringt’s ziemlich auf den Punkt. Eine Zusammenfassung:
Die präventiven Massnahmen zu Oberst kann man eh gleich vergessen. Von denen ist keine durchzufuehren. (hab ich weggeschnitten)
FIRE IN YOUR ROOM: Leider kein Telefonanschluss hier. Fenster kann man sowieso weder ganz schliessen noch ganz öffnen. Von 4 Lifte funktionieren an guten Tagen 2. Deshalb brauche ich immer 10 min. für die Fahrt: 9 min fürs Warten und eine zum fahren.
OUTSIDE THE ROOM: Bitte Pkt. 4 selber lesen. Fazit: wenn du stirbst bist du selber schuld!
REMEMBER: Pkt. 2 ist der absolute Hammer. Pkt. 3: „unless there is no other way“ ist auch nicht schlecht.
Fazit: Use drain pipes or ropes, so that the specially trained people can come to you to the 12. store. It will happen promptly and efficiently.
Die ganze Sache erinnert mich auf jeden Fall stark an meine Militärzeit…
p.s.: wegen der Sprache: zum Einkaufen und Metrofahren braucht man erstaunlich wenig Russischkenntnisse. Deshalb komm ich einigermassen durch denn Alltag durch. Aber vorallem weil ich mein oesterreichischer Zimmerfreund ziemlich gut in Russisch ist und meine Freundin es auch besser versteht. Alleine bin ich sowieso nie unterwegs. In der Schule lerne ich vorallem Grammatik. Oder besser gesagt, ich versuche etwas davon zu verstehen, weil die Lehrerin alles auf Russisch erklaert. Am Anfang hab ich noch Vokabeln im Zimmer gelernt, aber jetzt beschaeftige ich mich meistens anderswertig...

